Die Lehengerichter Tracht

 

 Als Trachtenträgerin, Handwerkerin und Autorin befasse ich mich seit vielen Jahren intensiv mit der Lehengerichter Tracht. Jeden Winter habe ich mir dafür lange Jahre, meine eigene Nähstube eingerichtet – einen stillen Arbeitsraum, in dem Trachtenteile erneuert, ausgebessert oder nach historischen Vorlagen neu angefertigt wurden. Dabei stand für mich die Vielfalt und Präzision der traditionellen Handwerkskunst immer im Mittelpunkt.

Das Lehengericht, ein Ortsteil von Schiltach, besitzt eine besonders aufwendig gearbeitete Bauerntracht. Eindrucksvoll ist die Festtagstracht der ledigen Frauen mit ihren kunstvollen Schäppeln – Brautkronen, besetzt mit kleinen Spiegelchen und Glasperlen. Die Männer tragen meist blaues Tuch mit grünem Innenstoff; Weste und Kittel sind reich mit Messingknöpfen sowie feinen Stickereien an Taschensäumen und Schrittfalte verziert.

Meine Arbeit versteht sich als Beitrag zum Erhalt dieses lebendigen Kulturerbes – getragen von Respekt vor der Geschichte, handwerklicher Sorgfalt und gelebter Tradition. 


Wie es früher war...

Dieser Themenbereich vermittelt Wissenswertes über den früheren Alltag der Frauen im Schwarzwald. Im Mittelpunkt stehen ihre körperlich anstrengende Arbeit, ein oft entbehrungsreiches Leben sowie ihr Denken, Fühlen, ihre Sorgen und Nöte.

Zitate aus Interviews, archivierte Berichte von Zeitzeuginnen und überlieferte Familiengeschichten meiner Groß- und Urgroßeltern ermöglichen einen realistischen Einblick in Mädchenzeit, Partnerwahl und Hochzeit, hygienische Bedingungen sowie das nicht immer einfache Zusammenleben auf oft einsam gelegenen Schwarzwaldhöfen.

 

 

Vorträge:

 Selbstversorgung im Schwarzwald

"Gesse wird, was uff de Disch kunnt“. Das war ein ungeschriebenes Gesetz. Verwendet wurde was gewachsen und angebaut worden„ ist. Ob es schmeckt oder nicht war nicht wichtig, nur es sollte so schmecken wie immer! Dies ist eine kleine Zeitreise, durch die Vorratskeller, Kochtöpfe und Essensgepflogenheiten unserer Urgroßeltern, launig und mit allerlei Anekdoten gespickt, 

 

Der Bauer und sein Kleid

Bäuerliche Kleidung war einst gelebter Alltag und Ausdruck von Herkunft, Stand und Lebensweise. Sie war nicht nur das, was wir heute bei Umzügen und besonderen traditionellen Festen bestaunen. Doch wie entstanden die Schwarzwälder Trachten? Welche historischen Einflüsse formten sie und welche handwerklichen Künste entwickelten sich daraus?

 

"Was isch sell für a Ding do?"

Viele Dinge des bäuerliche Alltags sind aus der Lebenswirklichkeit der Menschen verschwunden. Gebrauchsgegenstände die einst unabdinglich waren und in jeder Hofgemeinschaft zu finden, sind unwiederbringlich verlorengegangen. Was waren das für Dinge und für was wurden sie überhaupt gebraucht?

 

Sprüche, Lebensweisheiten und Redensarten

Wir alle benutzen Redenswendungen wie "Aus dem Nähkästchen plaudern" und "Ins Fettnäpfchen treten" oder "Den Bock zum Gärtner machen". Uns ist bewußt, was wir damit in  anschaulicher Bildersprache erklären möchten, doch in den seltensten Fällen ist uns bekannt, wie sie entstanden sind oder welcher kulturhistorische Hintergrund dahinter steckt.

 

 

Diese Vorträge dauern zwischen 60 und 75 Minuten und werden hauptsächlich als Power Point Präsentation angeboten. Der Veranstalter sorgt für Beamer, Leinwand und organisiert die Bewerbungs-  und Pressearbeit. Weitere Information und Buchung direkt bei mir.

Kontakt: [email protected]

               

 

Walburga Schillinger - Trachtenträgerin,  Handwerkerin und Vermittlerin für Schwarzwälder Kultur und Lebensart, sowie Mitautorin von Ortschroniken und Ausstellungsbegleitheften.